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Sunday23 January 2022

Geldgeber - Schwankungen des Wechselkurses

Anleger sind einem Währungsrisiko ausgesetzt, wenn sie auf landfremde Währung lautende Anteilscheine halten und der unterliegende Wechselkurs sinkt. Vermittels der Aufwertung des Euro (Abwertung der Auslandswährung) verlieren die in Euro evaluierten ausländischen Besitzspositionen an Wert.

Zum Kursrisiko fremdstaatlicher Handelspapiere kommt hierbei das Währungsfährnis hinzu - auch sobald die Papiere an einer deutschen Effektenbörse in Euro gehandelt werden.

Gleichermaßen sind die Geldgeber dem Währungswagnis bei sonstigen Fremdwährungsdispositionen wie bspw. Tages- oder Termingeldern in landfremder Währung ausgesetzt.

Einwirkung auf den Devisenkurs eines Landes haben langfristig-strukturelle Faktoren wie Inflationstrends der jeweiligen Volkswirtschaften, Produktivitätsunterschiede, längerfristige Entwicklungen der Nettowährungsreserven und -Schulden und durabele Trends in der Verknüpfung zwischen Export- und Importpreisen.

Diese Rahmenbedingungen bestimmen die langfristige Fortentwicklung der Währungsrelationen.

Wiederkehrende Einflussfaktoren mögen mittelfristig Schwankungen des Wechselkurses von der längerfristigen Ausgewogenheitsrelation leisten. Demzufolge können sich erhebliche Unstetigkeiten in beide Richtungen ergeben, welche stellenweise über eine längere Spanne vorherrschen.

Diese mittelfristigen Entwicklungen werden z. B. von der Realisierung realer Zinsabweichungen, Handels- und Leistungsbilanzzahlen oder geld- und fiskalpolitischen Urteilsfindungen beeinflusst.

Gleichfalls kurzfristige Rahmenbedingungen wie zeitgerechte Marktmeinungen, militärisch ausgetragene Konflikte oder andere politische Konflikte mögen sowohl Kursniveau als des Weiteren Liquidität im Handel bestimmter Währungen beeinflussen.

Ist die weltpolitische Gesamtlage überempfindlich, profitieren hiervon häufig Währungen, die als besonders ungefährdet gelten (Safe-Haven-Prämisse).

Als Anleger sollten Sie dem Währungsstandpunkt besondere Aufmerksamkeit schenken: Denn die Währungsentwicklung kann einen realisierbaren Renditevorsprung rapide aufzehren und die erwirkte Gewinnmarge so stark beeinträchtigen, dass im Nachhinein betrachtet, die Anlage in der Heimatwährung nutzbringender gewesen wäre.

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