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Wednesday17 August 2022

Entscheidungsfaktoren der Entwicklung sind Vererbung,

Die Entscheidungsfaktoren der Entwicklung sind Vererbung, Umwelt und Selbststeuerung.

Angeboren sind strukturell-genuine wie noch einzeln-genetische besondere Eigenschaften, weiters bestimmte Instinkte und Erbkompilationen. Vermittels der Reifung gedeihen die Erbanlagen im organischen

Bereich und prägen die Basis und Grundvoraussetzung für die Fortentwicklung neuer Handelnsformen, zum Beispiel Gehen, Sprechen, Denken. Ohne korrespondierendes Wachstum des Körpers und Fortentwicklung von Gehirn und Nervenzellen ist die Beschaffung dieser Verhaltensformen unmöglich.

Die Wechselbeziehungen zwischen Individuum und Milieu zeigen sich vor allem in Lernprozessen. Lernen wird dabei ganz generell definiert als Verhaltensänderung oder Entstehen neuer Verhaltensformen als Reaktion auf bestimmte Umgebungseindrücke. Es hängt davon ab, ob die vermittelten Umgebungsreize strukturiert oder zufällig einen Lernvorgang bewirken, werden unterschiedliche Arten des Lernens unterschieden. Damit man allgemein etwas erlernen kann, müssen charakteristische biologische Grundvoraussetzungen erfüllt sein: Die Feinbeschaffenheit der Gehirnrinde, das bedeutet ein enges Netz von Nervenfaservernetzungen, muß auf Grund eines bestmöglichen Lern- und Reizangebotes konzipiert werden.

Lernen und Entfaltung der Gehirnstrukturen haben eine konzentrierte gegenseitige Interaktion. Das Neugierdeverhalten und die intuitive Funktionsübung sind übrige biologische Prämissen des Lernens.

Die beiden entscheidenden Spezialitäten allen Lernens sind das Generalisieren (Verallgemeinern einer Lernerfahrung) und das Unterteilen (Unterscheiden gleichartiger Reizkompilationen).

Essentielle Formen des Lernens sind die bedingte Reizreaktion bzw. die bedingte Entgegnung beim Menschen und die instrumentale Konditionierung; sie kommen ebenfalls bei Tieren vor.

Bei der bedingten Reizreaktion (klassische Programmierung) geht es darum, auf Vorsignale zu antworten. Des Öfteren handelt es sich um Lernprozesse im biologischen Bereich; aber des Weiteren im psychischen Bereich sind abhängige Reaktionen möglich (Abwehrverhalten).

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