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Wednesday17 August 2022

Wünsche, Emotionen und Erfahrungen - Vorschuldkinder

Die Weltanschauung des Vorschulkindes differiert essenziell von dem Weltbegreifen des Erwachsenen. Das Kind hat einen minimalen Erfahrungsschatz und mag noch nicht kohärent denken. Als einzigen Verknüpfungspunkt hat es sich selbst, seine Wünsche, Emotionen und Erfahrungen; die Dinge aus Abstand sehen, sie vorurteilsfrei begreifen, kann es noch nicht. Darum nimmt es an, daß ebendiese mit denselben Kennzeichen und Qualifikationen ausgestattet sind wie es selbst (Egozentrismus).

Die unbelebte Welt wird menschlich gemacht, sie ist nichts vom Menschen Losgelöstes. Stimulans und Effekt können in ihrer Relation bislang nicht gesehen werden (ermangelndes Ursachenempfinden). Auf die Anfrage 'warum?' gibt es für das kleine Kind nur die Vollziehung einer Perspektive (Finalismus).

Alles hat seine gänzlich bestimmte Aufgabe in der Weltanschauung des Kindes. Das Denken des Kindes ist magisch. Naturerscheinungen werden vermöge geheimer Kräfte und höherer Mächte entfacht. Demnach entsteht eine Weltanschauung glaubend an die transzendenten Gestalten der Kinderstube und der Märchengeschichten.

Das Denken ist zusätzlich prälogisch und wahrnehmungsabhängig. Es kann keinesfalls hergeleitet und induziert, und ein Ablauf mag nicht als umkehrbar vorgestellt, werden. Das Begriffsvermögen für Veränderungen fehlt oftmals bzw. die Bewertung von Entwicklungen ist nur an die Perzeption gebunden.

Egozentrismus und Anthropomorphismus initiieren eine starke emotionelle Besetzung der Umgebung. Bestätigende und ungute Emotionen und Erlebnisse verknüpfen sich mit Personen, Objekten und Orten, welche lediglich zufälligen Wechselbeziehung mit den Geschehnissen haben (physiognomische Auffassung der Umgebung). Emotionelle Konditionierungen in diesem Alter können die Grundhaltung des Kindes zu seiner Umwelt entscheidend verändern.

Der Kulminationspunkt der kleinkindhaften Weltanschauung fällt ins 4. Lebensjahr und wird dann nach und nach abgebaut. Der entscheidende Ablaufschritt zur Minderung der magischen Weltauffassung ist die Entdeckung der Voraussetzung der Eigenbewegung alles Lebenden.

Unbelebten Dingen werden unterdies keine menschlichen Eigenschaften mehr zugeschrieben, das Denken wird immerzu realistischer. Ungefähr Ende der Vorschulzeit beginnen sich Übung und Denken gemeinsam zu decken und die Generalisierung von Einzelpraxis wird möglich.

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