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Sunday29 January 2023

Geltungsstreben und Ich-findung

Genauso sind Vorbilder wie auch Ideale schichtbestimmt: Unterschichtheranwachsende scheinen sich stärker an individuelle Vorbilder wie an Ideale anzulehnen, wie auch bei den Idealen stehen de facto Werteinstellungen im Vordergrund: Sport und Kunst sowie die Zuversichtlichkeit in der Familie transportieren größte Wichtigkeit.

Mittel- und Oberklasse-jugendliche lehnen sich ausgeprägt nach politischen wie noch abstrakten Idealen wie beispielsweise Religion, Ungebundenheit, Zuverlässigkeit...).

Die Rangelei mit sich selbst im Hergang der Ichfindung führt oftmals zu einer Über priorisierung der eigenen Person, Eigenzentrizität) ebenso wie zeitgleich zu einer Gebrechlichkeit des Eigenwerts. Der Heranwachsende spricht nun vornehmlich empfindsam auf Erfolge wie noch positive Erlebnisse an.

Diese können ihm großen Aufschwung schenken; jedoch ebenfalls im negativen Sinn reagiert er akut, reale wie auch irrtümliche Rückschläge treffen ihn empfindlich und mögen ihn, schneller wie einen Erwachsenen, in eine Kaprice des Lebensüberdrusses schieben, sh. auch Häufigkeit der Suizidbemühung. Solcherlei generelle Ungewissheit fördert mehrfach ein übermäßiges Geltungsstreben sowie ein Bedürfnis nach ekstatischem Ich-Erleben.

In inniger Abhängigkeit mit der Ichfindung erfolgt die Abtrennung von der vom Familienstamm. Selbige ereignet sich, wie reichlich Befragungen bestätigen,  keineswegs auf einmal, stattdessen gleichsam stufenweise. Die erste Ablösungsstufe ereignet sich sich im Kreis der Freizeitausprägung, man verbringt nunmehrig seine Freizeit vorwiegend bei Gleichaltrigen sowie eigene Bevorzugungen und Interessenschwerpunkte gestaltet werden. Die Identifikation mit den Werterwägungen des Familienverbandes, wie bspw. politische wie auch religiöse Anschauungen, bleibt bestehen.

Nicht zuletzt bei der Problembewältigung persönlicher Schwierigkeiten hat die Familie noch eine wichtige Funktion. Die Kongruenz von Meinungen und Wertauffassungen zwischen Erziehungsberechtigte und Kindern ist schichtgelenkt: Die Einstimmigkeit ist grundsätzlich passender in den mittleren und oberen Sozialgesellschaftsschichten. Die Erziehungsberechtigten der unteren Schichten schaffen es offensichtlich weniger gut, Ansichten und Wertgrundeinstellungen an ihre Kinder zu tradieren.

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