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Sunday05 July 2020

Kognition von Systemen

Kognition von Systemen

Eine Gestalt, ein Etwas, ist keinesfalls von sich aus ein System, statt dessen das, was wir als System bezeichnen, und das, was wir als Teil inspizieren, hängt von unserer Kognition ab. Gemäß der Rezeption, welche vermittels Erfahrungen, Interessen, Schwierigkeiten mitbestimmt wird, stellen sich für unterschiedliche Menschen Systeme differenzierend dar.

Limitatione n eines Systems

Die Grenzlinien eines Systems gegenüber seiner Umgebung sind keineswegs etwas Gegebenes, stattdessen müssen sie mental konstruiert werden. Systemtrennungen sind ziemlich einfach bei klar erkennbaren physischen Limitierungen, anspruchsvoll jedoch, bei gedanklichen Konstrukten.

An welchem Ort beginnt bzw. endet das System Angehörige? Gehören bspw. die Haushaltshilfe, die Hausdame dazu oder nicht?

Systemisches Betrachten

Zum systemischen Denken gehört die Eingliederung von
...analytischem Denken.
Das zu erklärende Objekt wird in Einzelteile unterteilt, erklärt und wiederum zu einem Ganzen zusammengetragen gefügt.

...und synthetischem Denken
Das zu erläuternde Objekt wird in einem größeren Umfeld betrachtet. Von dieser Perspektive aus wird die Aufgabe des Einzelteils in der Vollständigkeit gezeigt.

Ziele von Modellen

Modelle müssen Schwierigkeiten in eine zusätzliche Illustrationsform übersetzen und zwar solcherart,

dass sie überblickbarer und leichter verwendbar werden,

dass die bedeutsamen Kennzeichen der Problemlage bleiben. Das Modell soll dem Original unter Berücksichtigung von Aufgaben, Strukturen oder Gebaren ähnlich sein.
 
Modellarten

Physische Modelle sind z. B. Flugzeugmodelle zur Messung des Luftwiderstands. Mit körperlichen Modellen können Experimente durchgeführt werden.

Linguistisch-semantische Modelle wie etwa Erläuterungsmodelle, vermittels dessen reale Objekte deskriptiv erfasst werden sollen. Prognosemodelle, mit deren Beistand die Reaktionen alternativer Voraussetzungen getestet werden (Simulation).
 
Schritte bei der Modellentwicklung

Entdecken der entscheidenden Merkmale, der wichtigsten Informationen eines Kontextes;

Systematisieren und Gliedern der besonderen Eigenschaften.

Abstraktion der Besonderheiten.

Recherche nach einem passenden Schema.

Übertragung der Merkmale des Modells auf den Kontext.

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