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Monday04 July 2022

Auffassungsgabe und Intelligenzreifung ab dem 2. Lebensjahr

Die Fortentwicklung der Intelligenz ist verwickelt. Sie hat ihre Basis in den senso-motorischen Erfahrungen des zweiten Altersjahres: Das Kind lernt infolge Handhabung, Beobachtung und Erlebnis die Dinge in ihrer Reaktionsweise und Nutzbarkeit kennen.

Es erfasst Beziehungen bei den Sachen und erprobt sie: Von zentralem Belang ist das ' Ineinander ' sowie ' Aufeinander '.

Die Auffassungsgabe zu Bildern entfaltet sich früh. Vorerst werden Bilder zwar für tatsächliche Gegenstände gehalten, sukzessiv, mit zirka 2 Jahren, entdeckt das Kind jedoch den Gegensatz zwischen Bild und Realität und kann graduell diffizilere Bildinhalte erkennen, und auch Bilder reihen auffassen, bei annähernd 5 Altersjahren. Die sinnesmotorischen Erlebnisse sind die Voraussetzung der verbalen, abstrakten Intelligenz. Ein essentielles Kennzeichen der Intelligenzentwicklung im Vorschulalter ist die Tauglichkeit, Problembeseitigung sukzessiv infolge geistiger Vorwegnahme auf der Vorstellungsstufe nachzugehen.

Sobald die Sprache auskömmlich beherrscht wird, kommt als erhebliches Kennzeichen die Begriffserstellung hinzu. Im 2. Lebensjahr bilden sich an erster Stelle übergreifende Verallgemeinerungen, dadurch ein bestimmtes Charakteristikum hergeleitet wird. Mit verstärkter Differentiation werden danach die Individualbezeichnungen gebildet, sowie späterhin die Gattungsnotationen. Sukzessiv glückt derart die Loslösung des Erachtens von reellen Sachvorstellungen. Was für eine eindrucksvolle Intelligenzleistung die Begriffsentwicklung ist, veranschaulicht die Gegebenheit, daß erst anfangend mit drei Jahren die ersten, auf Wahrnehmungsspezifika basierenden Gattungsbezeichnungen, die so genannte realisierende Begriffsbildung, gebildet werden mögen.

Benennungen infolge von Beziehungen aus dem eigenen Erfahrungsbereich, vergleichende Begriffs entstehung, sind erst mit etwa fünf Jahren machbar. Unter guter Intelligenzleistung und hoher Wahrnehmungsabgrenzung ist eine klare zustimmende Kohärenz.

Das Antesten der Scharfsinnigkeit im Kleinkindalter ist in der Regel realisierbar. Die Probenbedingungen müssen jedoch bestmöglich sein, um zu qualifizierten Ergebnissen zu gelangen. Die vorhersagende Bedeutung von solchen Untersuchungsresultaten ist sehr beschränkt. Die Realisierung von Proben in diesem frühen Lebensalter ist demnach überwiegend dann indiziert, sofern eine Fehlentwicklung gemutmaßt wird.

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